Dieser Blog ist umgezogen. Ihr findet ihn nun unter jenswagener.de und wolfgangneuhaus.de.
19 Mrz · Mi 2008
EclipseCon 2008: Managing growth - the next big challenge

by Wolfgang Neuhaus
Eclipse is growing and it is growing fast. The EclipseCon 2008 has 1600 visitors - 500 more than 2007. Eclipse Foundation has 178 Members and 971 Committers. The Eclipse project has 170 projects.
That's all really great, but there is one issue, Eclipse has to cope with. Managing growth and complexity. In its organization, in its projects and in bringing simple to use solutions to the users.
Regarding this emerging number of projects it will only be possible to manage complexity via building distributions for special domains. Currently, there are several ways this is happening. There are commercial vendors putting Eclipse stuff together with their own ideas and combine it in commercial tools. Examples for that are the IBM Rational tools, Borlands Together or the Wind River Workbench. Additionaly there are open source projects like the openArchitectureWare tool suite or MyEclipse doing that.
So in my perspective it is a big chance for tool vendors as well as for system integrators to help users getting a well integrated, Eclipse based tool chain. Especially smaller companies will have the chance to build special tools for market niches, because they can concentrate on the domain specific aspects and Eclipse brings all the basic stuff. That makes it possible to get away from these big general purpose tools getting nearer to the users needs. Just like Java brought platform independency and standard frameworks to the world, Eclipse brings standard development tooling to it.
Greetings from sunny California,
10 Mrz · Mo 2008
CeBIT - Mehr Kongresse in 2009?

Von Wolfgang Neuhaus
Hier im Blog hat man ja bereits das ein oder andere eher negative Feedback zur diesjährigen CeBIT lesen können - ganz im Gegensatz zu den offiziellen Verlautbarungen. Aus Sicht eines Dienstleisters und Open Source Anbieters ist die CeBIT in ihrer jetzigen Form maximal für Pressegespräche interessant - und genau dafür haben wir sie in diesem Jahr genutzt. Doch offensichtlich sehen nicht nur wir Verbesserungspotenzial. Und das an einer Stelle, die für uns in der Tat interessant ist. Achim Berg, Vize-Präsident des Branchenverbandes BITKOM vertritt die Ansicht, dass die CeBIT mehr Raum für Fachkongresse als begleitender Rahmen bieten müsse (mehr dazu in dieser Heise-Meldung).
Dies kann ich nur unterstützen, denn damit haben Unternehmen, die keine reine Produktpräsentation an ihrem Stand machen wollen, ein angemessenes Forum, um über Wissensvermittlung und Austausch mit den Besuchern in Kontakt zu treten. Wie so etwas erfolgreich praktiziert werden kann, hat die Embedded World 2008 gezeigt. Mehr dazu findet man auch hier im Blog.
Sollte sich diese Ansicht auch bei den Messeveranstaltern durchsetzen, sind wir im nächsten Jahr auch mit dabei.
05 Mrz · Mi 2008
CeBIT 2008
Laut Wikipedia.de ist die CeBIT nach wie vor die weltweit größte Messe für Informationstechnik. Sie findet seit 1986 jedes Frühjahr auf dem Messegelände Hannover statt.
Erstaunlicher Weise präsentiert sich die CeBIT dem Besucher in diesem Jahr alles andere als überfüllt. Der Trend der letzten Jahre scheint sich fortzusetzen. So waren fast alle Messestände am gestrigen Dienstag mehr oder weniger leer. Die Stimmung in den Hallen war geprägt von Langeweile, was aber definitiv nicht an der Ausstattung der Messestände lag. SAP & Co. haben wie immer eindrucksvolle Messepaläste geschaffen. Doch selbst hier war nicht viel los, denn wirklich Neues gab es nicht zu sehen.
An die Messen der vergangenen Jahre, bei denen es vor "Fachpublikum" nur so wimmelte, erinnerte lediglich der Heisestand. Während Georg Schnurer seine Autogrammkarten verteilte, standen die Zuschauer in den Gängen, um den Fachbeiträgen seiner Kollegen zu lauschen.

Dabei war der Messestand von Heise alles andere als protzig. Im Gegenteil. Verglichen mit anderen Ständen war dieser eher bieder, was dem Erfolg wohl keinen Abbruch tut.
In Halle 4 konnte man den Eindruck gewinnen, man sei nicht auf der CeBIT, sondern auf dem Genfer Autosalon. Die Software AG präsentierte dort einen wirklich eindrucksvollen weißen Lamborghini. Gleich nebenan, bei Mircosoft, dann der absolute Kracher. Ebenfalls weiß, ein - man glaubt es kaum - Fiat 500! Das Geld für ein richtiges Auto ging wohl an die EU.
Generell fragt man sich, ob die Messe in dieser Form eine Zukunft hat. Echte Neuerungen werden schon lange nicht mehr speziell für die CeBIT angekündigt. Und informieren kann man sich heute auch sehr gut daheim über das Internet.
Für Freunde der Apfelfirma gab es dieses mal endlich auch wieder ein echtes Highlight: die iPhone Halterungsschale aus Pforzheim.
Danke fürs Kommen Steve 
Blogged with Flock
Tags: CeBIT2008, Georg Schnurer, Heise, Steve Ballmer
28 Feb · Do 2008
Embedded World 2008: Eclipse in der Forschung

Von Wolfgang Neuhaus
Der aktuelle Trend Werkzeuge auf Basis von Eclipse ist nun endgültig auch bei den forschungsnahen Instituten angekommen. Auf der Embedded World zeigen die Fraunhofer Institute für experimentelles Software Engineering und für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik gleich drei Eclipse-basierte Ansätze, die Qualität eingebetteter Systeme zu verbessern.
Das Werkzeug SAVE ermöglicht einen SOLL/IST-Vergleich zwischen einer Referenzarchitektur und der tatsächlich realisierten Architektur. Dies auch über mehrere Produktvarianten hinweg. Dabei werden unterschiedliche Implementierungssprachen unterstützt. Als Eclipse-Plugin realisiert fügt es sich leicht in bestehende Toolketten ein.
Vergleichbar ist der Ansatz mit dem, was man heute im Werkzeug Sotograph von Software Tomography findet.
Natürlich ist es aus unserer Sicht noch besser, wenn Architekturverletzungen durch modellbasierte Entwicklungsprozesse bereits proaktiv verhindert werden. Für vorhandene Codebasen aber sicherlich ein interessantes Werkzeug.
Design-Richtlinien und ihre Auswirkungen auf nicht-funktionale Eigenschaften von Software ist die Spezialität von INProVE. Durch INProVE werden /Matlab/Simulink oder ASCET-SD Modelle analysiert und hinsichtlich Echzeitverhalten, Speicher- oder Energieverbrauch bewertet. Damit lässt sich der Aufwand für manuelle Modellinspektionen drastisch reduzieren und Schwachstellen werden automatisiert aufgedeckt. Auch INProVE ist als Eclipse-Plugin realisiert.
Aus unserer Sicht ein sehr schönes Beispiel, wie man von Modellen jenseits der Codegenerierung profitieren kann.
Als letzter Vertreter ist EvoTEST zu nennen. Hier werden evolutionäre Algorithmen verwendet, um einen Blackbox-Test automatisiert zu optimieren. EvoTEST wird im Rahmen eines EU-Projekts entwickelt ebenfalls als Eclipse-Plugin entwickelt und befindet sich noch in einer frühen Phase.
Diese Entwicklung zeigt, dass Eclipse als die Plattform für durchgängige Werkzeugketten weiter an Bedeutung gewinnt. Das Angebot an guten, leistungsstarken Komponenten nimmt weiter zu und führt für den Kunden zur Möglichkeit, Werkzeuge in einem Best-of-Breed Mix zu kombinieren.
Blogged with Flock
Tags: EvoTEST, INProVE, Embedded World, itemis, Eclipse
Embedded World 2008: AJAX ab auf den Microcontroller
Von Andreas Mülder
Die Firma AJAXup aus Österreich stellt auf der Embedded World eine GUI-Technologie vor, mit der es möglich ist, grafische Benutzerschnittstellen für Embedded Systems in Form von HTML Seiten zu entwickeln. Der wesentliche Vorteil dieser Art von Benutzerinteraktion besteht in der Portierbarkeit der GUI-Software, da diese sich auf dem Gerät selbst befindet.
Auch wenn dieser Ansatz nicht völlig neu ist - man kennt diese Herangehensweise z.B. von Routern – geht AJAXup noch einen Schritt weiter und ermöglicht asynchrone Kommunikation zwischen Benutzer und Device, was die Entwicklung von reichhaltigen, grafischen Oberflächen ermöglicht, und das bei nur geringen Anforderungen an die zugrunde liegende Hardware.
Am Messestand finden sich konkrete Implementierungen der Technologie für ein ZigBee-Einchipmodul und einen Atmel Atmega32 samt Smartcardchip.
Die Showases zeigen unter anderem eine GUI samt Verlaufsdarstellung für Feuchtigkeit, Helligkeit und Temperatur, die man sich dank http auch auf einem Ipod touch anzeigen lassen kann und sind in jedem Fall einen Blick wert!
Zurzeit gibt es einen Developer Call – interessierte Firmware Gurus werden als Partner gesucht um die Technologie auf weiteren Hardwareplattformen bereitzustellen.
Zu finden ist AJAXup in Halle 10, Stand 124 oder unter http://www.ajaxup.com.
Blogged with Flock
Tags: AJAXup, Embedded Systems, itemis, Embedded World
Embedded World 2008: Nie wieder booten?
Von Patrick Schneider
Auf der EmbeddedWorld werden auch am heutigen dritten Messetag wieder die neuesten Trends und Entwicklungen der Embedded Gemeinde diskutiert. Ein aktuelles Thema ist die Entwicklung eines neuen Speichertyps von Physikern der Würzburger Julius-Maximilian-Universität.
Diese arbeiten daran, die Vorteile von ROM und RAM zu vereinen und der leidigen Zeit, die ein Rechner auf Grund der 2 getrennt arbeitenden Speichersysteme für das Hochfahren benötigt, den gar aus zu machen.
Mal eben Mails checken
Wer kennt das nicht. Ich bin seit langem mal wieder mit meiner Freundin zum Essen beim Italiener um die Ecke verabredet, hänge bis zur letzten Minute vor dem Rechner, ignoriere „also ich bin fertig“ Andeutungen, fahre den Rechner gerade runter, da fällt mir ein Mist, ich muss ja noch unbedingt nachgucken wie der Spieltag der zweiten Kongolesischen Eishockeyliga gelaufen ist.
Also, während der Rechner noch quälend langsam alle Programme beendet der demonstrativ laut den Schlüssel einpackenden Frau „sofort, 30 Sekunden noch“ zugerufen, wieder hochfahren, wieder warten bis die magnetisch gespeicherten Informationen in den elektronisch arbeitenden Speicher geschaufelt werden, warten auf das OS, Browser starten und und und...
Bis ich die Ergebnisse endlich auf dem Screen habe (Yakindu hat mal wieder gewonnen) ist es längst ruhig im Flur, die Freundin weg und eine Woche Wiedergutmachung angesagt.
Um dieses (und weitere) Fiasko zu vermeiden, arbeiten die Würzburger Forscher daran einen Speicher zu entwickeln, der zum einen direkten und extrem schnellen elektronischen Zugriff auf die gespeicherten Informationen ermöglicht, zum anderen die Daten beim Abschalten des Rechners aber auch nicht verloren gehen lässt. Das Hochfahren des Rechners nach dem Einschalten würde damit in Zukunft der Vergangenheit angehören, sofortiges Weiterarbeiten machbar.
Träger der Informationen sollen sog. „ferromagnetische Halbleiter“ sein. Diese sind in der Lage, sowohl durch Magnetisierungsrichtung Informationen zu speichern als auch direkt in Computerchips integriert zu werden (Im Gegensatz zu aktuell benutzten ferromagnetische Metallen).
Einziger Wermutstropfen dabei: bis zur Handelsreife wird es wohl noch einige Zeit dauern.
Blogged with Flock
27 Feb · Mi 2008
Embedded World 2008: Deutschland - Land der Ideen
Von Patrick Schneider
Wer heiße Themen innovativ bearbeitet, braucht auf positive Resonanz meist nicht allzu lange zu warten.
„Der Preis ist heiß“ sagte seinerzeit Harry Wijnford, heute dürfen wir keinem geringeren als dem Bundespräsidenten Horst Köhler diese Einschätzung des itemis-Projekts Yakindu in den Mund legen.
Die unter der Schirmherrschaft von Köhler ins Leben gerufene Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ überreichte durch Ulrich Hopstock, Direktor bei der Deutschen Bank Nürnberg, dem Forschungsprojekt „Yakindu: Modellbasierte, generative Softwareentwicklung für eingebettete Systeme“ heute die begehrte Urkunde zur Aufnahme in die Bundesinitiative.

Hopstock lobte die hohe Innovationskraft und fand viele Lobende Worte für den Beitrag, welchen Yakindu zur Entwicklung eingebetteter Systeme leistet, und hob weiterhin die hinter dem Projekt stehenden als führende Innovationstreiber des Standorts Deutschlands hervor. Die anwesenden Gäste sahen dies ähnlich und bedachten die Ehrung mit stehenden Ovationen.
Fairer weise muss man dazu sagen, dass es auch keine Sitzplätze gabe gab...
Blogged with Flock
Tags: Embedded World, Yakindu, itemis, Deutsche Bank, Deutschland – Land der Ideen
Embedded World 2008: Embedded Linux News
Von Marc Habiger
Embedded Linux ist für uns als Open-Source-Verfechter natürlich ein sehr spannendes Thema, und auch in unserem Kundenumfeld spielt Linux eine große Rolle. Hilfe bei der Anpassung auf die Zielhardware bieten diverse Dienstleister.
Diverse Firmen begleiten ihre Kunden von der Spezifikation bis zum installierbaren Linuxsystem und sorgen für ein reibungsloses Ansprechen der vorhandenen Peripherie. Eine bequeme Paketverwaltung (auf Basis von Debian-Pakent bzw. mittels apt) einschließlich Releaseverwaltung soll ebenfalls möglich sein.
Eine Option für die Zukunft wäre für uns eine Zusammenarbeit mit einem solchen Unternehmen, wenn die Beschreibung des zusammenzustellenden Systems über ein Modell erfolgt, aus dem diverse Konfigurationen und Buildregeln generiert werden können. So können wir auf der einen Seite mehr über typische Zielhardware und die Zusammenstellung von Embedded Linux erfahren und der Dienstleister auf der anderen Seite erhält ein Werkzeug zur Produktivitätssteigerung.
Technisch ausgedrückt begegnen wir uns in OSI-Layer 6 (Betriebssystem), den Stack bis zum Layer 6 einschließlich liefert das Partnerunternehmen, wir greifen die Konfiguration idealerweise spezifiziert und standardisiert mittels MDSC und/oder SysML auf und erhalten so ein System, das als YAKINDU-ready zertifiziert wird. Auf dieser Basisplattform setzen wir mittels YAKINDU die eigentliche Anwendung (i.e. Layer 7) um.
Blogged with Flock
Tags: EmbeddedWorld 2008, Embedded Linux, itemis
Embedded World 2008: Embedded System Development with Eclipse
Von Patrick Schneider
Die EmeddedWorld 2008 ist in vollem Gange. Am heutigen Mittwoch sind noch einmal mehr Besucher in die 4 Nürnberger Messehallen geströmt, als schon am gestrigen Eröffnungstag. Die Hallen sind erfüllt vom regen Austausch an den Ständen, auf den Gängen wird es enger und auch das Messebegleitende Konferenzprogramm bietet viele spannende und informative Veranstaltungen, von Automotive Applications bis Verification on Model- and Coding-level.
Aus den Insgesamt 158 Konferenzbeiträgen haben wir uns für den heutigen Bericht den bestbesuchtetsten ausgewählt: „Embedded System Development with Eclipse“.
Axel Terfloth und Wolfang Neuhaus führten die gut 80 angemeldeten Teilnehmer durch das zweienhalb-stündige Tutorial.
In einem Überblick wurden die für die Embedded System Entwicklung relevanten Eclipse Technologien vorgestellt. Von besonderer Bedeutung sind hier neben der klassischen IDE Funktionalität zur C/C++ und embedded Java Entwicklung vor allen auch die Unterstützung im Bereich der Modellierung und modellgetriebenen Entwicklung.

Auch die Rolle und Vorteile von Eclipse als Integrationsplattform für freie, kommerzielle und individuell entwickelte Tools waren ein wichtiges Thema. In dem zweiten Teil wurde es dann konkreter. Er umfasste eine Live-Demo in der beispielhaft die Steuerung einer Ampelkreuzung entwickelt wurde. Zum Einsatz kam hier eine Eclipse basierte durchgängige Werkzeugkette, die im Rahmen des Forschungsprojektes mda4e entwickelt wurde.
Diese unterstützt von der Modellierung des Systemverhaltens mittels Statecharts und Blockschaltsystemen über die Validierung und Simulation dieser Modelle, der Generierung von Code bis zum Build und dem Device-Deployment und -Debugging einen durchgängigen Entwicklungsprozess. Die große Resonanz und angeregten Diskussionen in der Pause und beim Empfang nach dem Tutorial zeigen wie heiß dieses Thema ist.
Blogged with Flock
Tags: Embedded World 2008, Eclipse, itemis, Embedded Systems
Agile Projekte brauchen sinnvolle Spielregeln
In diesem Artikel möchte ich eine Grundvoraussetzung für agile Projekte vorstellen. Sinnvolle und auf Kooperation ausgerichtete Spielregeln.
Dazu möchte ich kurz auf einen meiner letzten Beiträge zurückgreifen. In diesem ging es um das Thema kooperative Strategien in Projekten. Eine auf Kooperation aufgebaute Strategie kann in bestimmten Situationen sehr hilfreich sein. In anderen Situationen ist sie es definitiv nicht.
Wer erfolgreich sein möchte, muss sowohl kooperative als auch un-kooperative Strategien beherrschen. Flexibilität ist also Trumpf. Aber dies nur am Rande.
Im genannten Beitrag wurde aber ebenfalls festgestellt, dass kooperative Strategien vorzuziehen sind. In einem kooperativen Umfeld fällt nämlich vieles leichtes. Außerdem sind die Projektergebnisse für alle Beteiligten in Summe besser.
Der sinnvolle Einsatz einer kooperativen Strategie hängt sehr stark vom Projektumfeld und seinen Regeln ab. Diese Regeln, nennen wir sie ruhig Spielregeln, kann man jederzeit im eigenen Sinne verändern und gestalten, wenn man sich bewusst wird, wie sie funktionieren.
Zunächst ist es aber wichtig festzustellen, welche Regeln es überhaupt gibt und wie sie eingesetzt werden.Hierzu lest bitte die nachfolgende Geschichte. Ihr findet sie an vielen Stellen im Internet. Ich weiß leider nicht wer der ursprüngliche Autor ist.
Die Geschichte handelt von einem Experiment, das angeblich von einer Reihe bekannter Wissenschaftler durchgeführt wurde. Das Experiment diente dazu, mehr über die Teamfähigkeit von Affen herauszufinden. Der Aufbau des Experimentes war sehr einfach.In einem Käfig befanden sich fünf Affen und eine Leiter. Auf dieser Leiter platzierten die Wissenschaftler ganz oben einige Bananen.



Nach mehreren Prügeleien dieser Art verging auch dem letzten Affen die Lust an die Bananen zu gelangen. Die Gruppe hatte sich daran gewöhnt, dass die leckeren Dinger unerreichbar bleiben würden.
Jetzt veränderten die Wissenschaftler den Aufbau des Experiments und tauschten einen der Affen aus. Der neue Affe versuchte sofort an die Bananen zu gelangen. Was ihm schlecht bekam, denn er wurde sofort von den anderen Affen angegriffen und verprügelt. Das neue Gruppenmitglied versuchte es noch einige weitere Male; immer mit dem selben Ergebnis. Schließlich beendete er seine Versuche an die Bananen zu gelangen. Den Grund für die Prügel kannte er jedoch nicht.
Nun wurde ein weiterer der ursprünglichen Affen ausgetauscht. Dem Neuen erging es ähnlich seinem Vorgänger und er wurde mehrmals verprügelt. Sein Vorgänger prügelte übrigens fleißig mit obwohl er eigentlich nicht wusste warum er dies tat.
Im Zuge des Experimentes tauschte man dann alle Affen nach und nach aus mit; immer dem selben Ergebnis. Alle Neuankömmlinge wurden verprügelt und die jeweiligen Vorgänger prügelten mit.
Am Ende befanden sich fünf Affen in dem Käfig, die niemals mit kaltem Wasser bespritzt wurden. Nichts desto trotz unternahm keiner von ihnen den Versuch an die Bananen zu gelangen.

Nun können Affen ja nun mal nicht reden. Doch wenn sie es könnten, hätte sie die Frage, warum sie jeden verprügeln, der versuchen würde an die Bananen gelangen, sicherlich wie folgt beantwortet …
“Keine Ahnung! Das macht man hier eben so!”
So weit so gut. Ich glaube nicht, dass es dieses Experiment jemals gegeben hat. Dennoch zeigt es sehr schön, wie oft wir im Leben Dinge einfach hinnehmen, anstatt sie zu hinterfragen.
Genau so verhält es sich mit den Spielregeln im Projekt. Ab einem bestimmten Punkt werden Regeln nicht mehr hinterfragt. Egal wie gut sie zur aktuellen Situation passen oder nicht.
Wenn wir heute der Meinung sind, dass agile Methoden für Projekte sinnvoll sind, dann gilt dies insbesondere für die Projektspielregeln. Sind diese festgefahren und werden nicht mehr hinterfragt, kann man sich alle anderen agilen Methoden getrost schenken.
Aus meiner Sicht ist es unerlässlich, sich jederzeit der bestehenden Regeln bewußt zu sein und sie regelmäßig zu hinterfragen. Nur so bin ich in der Lage ein kooperatives Umfeld zu schaffen, in dem ich dann mit agilen Methoden weiterarbeiten kann.
Zuletzt noch einmal die Moral von der Geschichte:
Regeln können und müssen jederzeit hinterfragt werden. Wer das nicht tut und stattdessen dumme Antworten sang und klanglos akzeptiert, ist selber schuld und wird nie an die Bananen gelangen.
Blogged with Flock
26 Feb · Di 2008
Siegerlaender Reibekuchen
Dieser Beitrag richtet sich speziell an Sven, Peter und Sandra. An Sven, weil er mit seinem Labskaus Rezept nicht ausse Pötte kommt. An Peter, weil er irgendwie aus dem Siegeland stammt. Und an Sandra, weil sie auf der Messe sicher einen harten Tag hatte.
Alle anderen sind natürlich auch herzlich zum Mitlesen und Nachkochen willkommen 
Der Siegerländer Reibekuchen, oder Riewekooche auf Platt ist, wie der Name schon sagt, eine Spezialität aus dem Siegerland.
Zutaten
1 Pfund Mehl
1 Pfund Kartoffeln
2 Pakete Trockenhefe
1 TL Salz
1 Ei
ca. 2 EL Wasser
Butter
Zubereitung
Das Mehl mit der Trockenhefe vermengen. Wer mag kann das Mehl auch vorher noch sieben. Anschließend die Kartoffen grob reiben. Die dabei entstehende Flüssigkeit aufbewahren.
Alle Zutaten, auch das Kartoffelwasser, vermengen und zu einem Teig kneten. Den Teig in eine gebutterte und bemehlte Kastenform füllen und ca. eine Stunde ruhen lassen. Das geht ganz gut im Backofen, bei leicht geöffneter Tür und ca. 50 Grad Temperatur.
Danach den Backofen auf 200 Grad vorheizen und den Reibekuchen bei dieser Temparatur eine weitere Stunde backen. Etwas auskühlen lassen, Fertig!
Das ganze sollte jetzt so aussehen:

Den Reibekuchen in ca. 1 cm dicke Scheiben und servieren. In Siegen und Umgebung ist man ihn übrigens mit Butter oder Schmalz und Rübenkraut.
Guten Appetit
Blogged with Flock
Tags: Siegerländer Reibekuchen, Sven Efftinge, Peter Friese, Siegerland, Rezept
Embedded World 2008: Studie zur Qualitätssicherung

Von Wolfgang Neuhaus
Die Embedded World führt Aussteller aus der ganzen Welt kompakt zum Thema "Embedded Systems" zusammen. Dies bietet eine hervorragende Möglichkeit, durch Befragungen Informationen über die Branche zu ermitteln.
Heute hat uns das Fraunhofer Institut Rechnerarchitektur und Softwaretechnik im Rahmen einer Studie zum Thema "Qualitätssicherung in der Embedded Systems Entwicklung" befragt. Für uns natürlich ein ganz zentrales Thema, denn 90% unserer Kunden sehen die Steigerung der Qualität als primäres Ziel bei der Einführung modellbasierter Entwicklungsansätze. Und nicht etwa die Beschleunigung der Entwicklung oder die Kostenreduktion.
Hier gilt der Grundsatz: Qualität proaktiv in jedem Prozessschritt herzustellen ist hilfreicher, als durch umfangreiche Tests mangelnde Qualität am Ende des Prozesses festzustellen. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Test vollständig überflüssig sind.
Die modellbasierte Entwicklung kann durch die Verwendung geeigneter Modelleditoren, die bereits möglichst viele Fehleingaben verhindern und ergonomisch und intiuitiv zu bedienen sind sehr gut helfen den vorgenannten Grundsatz zu unterstützen. Außerdem stellt sie viele andere wichtige Instrumente zur Verfügung:
- Modellvalidierung zur Überprüfung fachlicher oder technischer Regeln
- Modellverifikation zum formalen Beweis für sicherheitskritische Systeme
- Testabdeckungsmetriken zur Prüfung der Generatoren
- statische Codeanalysen zur Überprüfung manuell erstellter Codeteile
Darüber hinaus kann auch das Erstellen geeigneter Tests durch unterschiedliche Verfahren unterstützt werden:
- Ableitung von Testrahmen aus Modellen, um Systeme zu beschreiben
- Generierung von automatisierten Tests aus modellhaften Testspezifikationen
- Erzeugung von Testkandidaten durch Modellinspektion
Das Fraunhofer Institut selbst verfolgt Black Box Ansätze, um evolutionäre Testfälle für Systeme zu erstellen. Was sich dahinter genau verbirgt, werde ich mir am Donnerstag ansehen und hier wieder darüber berichten.
Und natürlich informieren wir hier im Blog wieder darüber, wenn die Endergebnisse der Studie vorliegen.
Blogged with Flock
Tags: Test, Validierung, Verification, MDSD, eingebettet, Qualitätssicherung, Embedded
Embedded World 2008: Wii bitte? Head Tracking am itemis Stand
Von Patrick Schneider
Die EmbeddedWorld Exhibition & Conference 2008 hat ihre Tore wieder in Nürnberg geöffnet. Ein Plus von rund 20% an nationalen und internationalen Neuausstellern präsentieren sich neben den Altbewährten dieses Jahr in 4 Ausstellungshallen des Nürnberger Messezentrums. Mit rund 700 thematisch auf die 4 Hallen aufgeteilten Ausstellern und erwarteten 16.000 Fachbesuchern, ist sie die weltgrößte Veranstaltung ihrer Art und bleibt dennoch weiterhin kompakt.
Die EmbeddedWorld 2008 bietet die einzigartige Gelegenheit, Lösungen zu finden, Ideen aufzugreifen und das eigene Wissen auf den neuesten Stand zu bringen“, so Prof. Dr.-Ing. Matthias Sturm, Vorsitzender des Fachbeirates der embedded world Exhibition & Conference.
Mit den Besucherzahlen sind auch die Varianten, die Leute an die Stände zu locken, gestiegen. So versuchen die Einen durch reine Größe (size matters!) zu beeindrucken, andere setzen auf Dralles, Blondes, gerne auch an entsprechenden Stellen illuminiert (sex sells! IMMER!), der auch schon gesichtete Mikrocopter lässt immerhin Bezug zum Gesamtkontext der Veranstaltung erahnen.
Ganz weit vorne auf der „Wie positioniere ich mich interaktiv“ Liste steht jedoch in diesem Jahr Nintendos Wii Konsole. Diverse Sportpakete laden zum mitmachen ein, Tennis, Bowling, Trampolin, selbst der 100m Lauf kann von der sportlichen Embedded Gemeinde absolviert werden (wobei die dabei beobachteten Handbewegungen eher eine „Sportart“ vermuten lassen).
3 D HEAD TRACKING
Ganz EmbeddedWorld ist von Wii Sportpaketen besetzt! Ganz EmbeddedWorld? Nein, eine von unbeugsamen IT-Dienstleistern besetzter Stand der Firma itemis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Community gegen die immer gleichen Wii Spiele zu verteidigen. Hierbei wurden die Sender-Empfänger Einheiten in ihrer Funktionalität vertauscht, der Controller als Empfänger am Screen fixiert, der Wii Empfänger an einer Brille, Mütze oder per Tacker links und rechts an den Schläfen festgemacht (nur für erfahrene Anwender), schon eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten virtuelle 3D Welten sowie Business- und Spielekonzepte umzusetzen.
Stevie Wonder am itemis Stand
Interessierte können bis einschließlich Donnerstag, den 28.2.08 den itemis Stand auf der Embedded World besuchen, und von unseren Experten mehr über die Anwendungsmöglichkeiten des Head Tracking sowie zur MDSD für eingebettete Systeme erfahren.
Stay tuned for more TALES OF INTEREST!
Blogged with Flock
Tags: itemis, Embedded World, Nintendo, Wii
EclipseCon 2008
In der Woche vor Ostern lohnt es sich in die USA zu reisen. Dort veranstaltet die Eclipse Foundation die EclipseCon 2008. Besucher haben die Möglichkeit insgesamt 350 verschiedene Veranstaltungen, Tutorien und Vorträge zu besuchen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Themen wie Mobile Computing und Embedded Systems aber auch Klassiker wie Java und C/C++.
Die EclipseCon hat einen technischen Fokus und richtet sich speziell an Benutzer und Entwickler der Eclipse-Plattform.
Die Registrierungsgebühr beträgt für Frühbucher 1.595,00 USD. Tickets an der Tageskasse gibt es dann später für 1.995,00 USD.
Alle Mitglieder und Committer bekommen einen Rabatt von 15 Prozent. Dieser gilt auch für alle, die schon einmal eine EclipseCon in den letzten Jahren besucht haben. Wer mehr wissen möchte klickt einfach auf die Grafik.
Vielleicht trifft man sich ja 
Blogged with Flock
Tags: Eclipse, itemis, EclipseCon



