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Embedded World 2008: Deutschland - Land der Ideen


Patrick Schneider

Von Patrick Schneider

XING

Wer heiße Themen innovativ bearbeitet, braucht auf positive Resonanz meist nicht allzu lange zu warten.

„Der Preis ist heiß“ sagte seinerzeit Harry Wijnford, heute dürfen wir keinem geringeren als dem Bundespräsidenten Horst Köhler diese Einschätzung des itemis-Projekts Yakindu in den Mund legen.

Die unter der Schirmherrschaft von Köhler ins Leben gerufene Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ überreichte durch Ulrich Hopstock, Direktor bei der Deutschen Bank Nürnberg, dem Forschungsprojekt „Yakindu: Modellbasierte, generative Softwareentwicklung für eingebettete Systeme“ heute die begehrte Urkunde zur Aufnahme in die Bundesinitiative.

Deutschland - Land der Ideen, Embedded World 2008

Hopstock lobte die hohe Innovationskraft und fand viele Lobende Worte für den Beitrag, welchen Yakindu zur Entwicklung eingebetteter Systeme leistet, und hob weiterhin die hinter dem Projekt stehenden als führende Innovationstreiber des Standorts Deutschlands hervor. Die anwesenden Gäste sahen dies ähnlich und bedachten die Ehrung mit stehenden Ovationen.

Fairer weise muss man dazu sagen, dass es auch keine Sitzplätze gabe gab...



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Embedded World 2008: Embedded Linux News


Marc Habiger

Von Marc Habiger

XING

Embedded Linux ist für uns als Open-Source-Verfechter natürlich ein sehr spannendes Thema, und auch in unserem Kundenumfeld spielt Linux eine große Rolle. Hilfe bei der Anpassung auf die Zielhardware bieten diverse Dienstleister.

Diverse Firmen begleiten ihre Kunden von der Spezifikation bis zum installierbaren Linuxsystem und sorgen für ein reibungsloses Ansprechen der vorhandenen Peripherie. Eine bequeme Paketverwaltung (auf Basis von Debian-Pakent bzw. mittels apt) einschließlich Releaseverwaltung soll ebenfalls möglich sein.

Eine Option für die Zukunft wäre für uns eine Zusammenarbeit mit einem solchen Unternehmen, wenn die Beschreibung des zusammenzustellenden Systems über ein Modell erfolgt, aus dem diverse Konfigurationen und Buildregeln generiert werden können. So können wir auf der einen Seite mehr über typische Zielhardware und die Zusammenstellung von Embedded Linux erfahren und der Dienstleister auf der anderen Seite erhält ein Werkzeug zur Produktivitätssteigerung.

Technisch ausgedrückt begegnen wir uns in OSI-Layer 6 (Betriebssystem), den Stack bis zum Layer 6 einschließlich liefert das Partnerunternehmen, wir greifen die Konfiguration idealerweise spezifiziert und standardisiert mittels MDSC und/oder SysML auf und erhalten so ein System, das als YAKINDU-ready zertifiziert wird. Auf dieser Basisplattform setzen wir mittels YAKINDU die eigentliche Anwendung (i.e. Layer 7) um.



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Embedded World 2008: Embedded System Development with Eclipse


Patrick Schneider

Von Patrick Schneider

XING

Die EmeddedWorld 2008 ist in vollem Gange. Am heutigen Mittwoch sind noch einmal mehr Besucher in die 4 Nürnberger Messehallen geströmt, als schon am gestrigen Eröffnungstag. Die Hallen sind erfüllt vom regen Austausch an den Ständen, auf den Gängen wird es enger und auch das Messebegleitende Konferenzprogramm bietet viele spannende und informative Veranstaltungen, von Automotive Applications bis Verification on Model- and Coding-level.

Aus den Insgesamt 158 Konferenzbeiträgen haben wir uns für den heutigen Bericht den bestbesuchtetsten ausgewählt: „Embedded System Development with Eclipse“.

Axel Terfloth und Wolfang Neuhaus führten die gut 80 angemeldeten Teilnehmer durch das zweienhalb-stündige Tutorial.

In einem Überblick wurden die für die Embedded System Entwicklung relevanten Eclipse Technologien vorgestellt. Von besonderer Bedeutung sind hier neben der klassischen IDE Funktionalität zur C/C++ und embedded Java Entwicklung vor allen auch die Unterstützung im Bereich der Modellierung und modellgetriebenen Entwicklung.

Wolfgang Neuhaus, Embedded World 2008

Auch die Rolle und Vorteile von Eclipse als Integrationsplattform für freie, kommerzielle und individuell entwickelte Tools waren ein wichtiges Thema. In dem zweiten Teil wurde es dann konkreter. Er umfasste eine Live-Demo in der beispielhaft die Steuerung einer Ampelkreuzung entwickelt wurde. Zum Einsatz kam hier eine  Eclipse basierte durchgängige Werkzeugkette, die im Rahmen des Forschungsprojektes mda4e entwickelt wurde.

Diese unterstützt von der Modellierung des Systemverhaltens mittels Statecharts und Blockschaltsystemen über die Validierung und Simulation dieser Modelle, der Generierung von Code bis zum Build und dem Device-Deployment und -Debugging einen durchgängigen Entwicklungsprozess. Die große Resonanz und angeregten Diskussionen in der Pause und beim Empfang nach dem Tutorial zeigen wie heiß dieses Thema ist.



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Agile Projekte brauchen sinnvolle Spielregeln


In diesem Artikel möchte ich eine Grundvoraussetzung für agile Projekte vorstellen. Sinnvolle und auf Kooperation ausgerichtete Spielregeln.

Dazu möchte ich kurz auf einen meiner letzten Beiträge zurückgreifen. In diesem ging es um das Thema kooperative Strategien in Projekten. Eine auf Kooperation aufgebaute Strategie kann in bestimmten Situationen sehr hilfreich sein. In anderen Situationen ist sie es definitiv nicht.

Wer erfolgreich sein möchte, muss sowohl kooperative als auch un-kooperative Strategien beherrschen. Flexibilität ist also Trumpf. Aber dies nur am Rande.

Im genannten Beitrag wurde aber ebenfalls festgestellt, dass kooperative Strategien vorzuziehen sind. In einem kooperativen Umfeld fällt nämlich vieles leichtes. Außerdem sind die Projektergebnisse für alle Beteiligten in Summe besser.

Der sinnvolle Einsatz einer kooperativen Strategie hängt sehr stark vom Projektumfeld und seinen Regeln ab. Diese Regeln, nennen wir sie ruhig Spielregeln, kann man jederzeit im eigenen Sinne verändern und gestalten, wenn man sich bewusst wird, wie sie funktionieren.

Zunächst ist es aber wichtig festzustellen, welche Regeln es überhaupt gibt und wie sie eingesetzt werden.Hierzu lest bitte die nachfolgende Geschichte. Ihr findet sie an vielen Stellen im Internet. Ich weiß leider nicht wer der ursprüngliche Autor ist.

Die Geschichte handelt von einem Experiment, das angeblich von einer Reihe bekannter Wissenschaftler durchgeführt wurde. Das Experiment diente dazu, mehr über die Teamfähigkeit von Affen herauszufinden. Der Aufbau des Experimentes war sehr einfach.In einem Käfig befanden sich fünf Affen und eine Leiter. Auf dieser Leiter platzierten die Wissenschaftler ganz oben einige Bananen.

Affen

In dem Moment wo die Affen die Bananen gesehen hatten, versuchten sie sie zu erreichen. Doch sobald ein Affe die Leiter bestieg wurden die anderen vier von oben mit kaltem Wasser bespritzt. Durch das Geschrei aufgeschreckt, lies auch der Affe auf der Leiter von seinem Vorhaben ab.

Affen

Den Affen wurde sehr schnell bewusst, dass sie sehr nass werden würden, sobald einer aus ihrer Gruppe versuchte an die Bananen zu gelangen. Aus diesem Grund begann man jedweden Versuch eines Gruppenmitglied dies zu tun zu unterbinden. Wie? Ganz einfach: Man schlug ihn grün und blau.

Affen


Nach mehreren Prügeleien dieser Art verging auch dem letzten Affen die Lust an die Bananen zu gelangen. Die Gruppe hatte sich daran gewöhnt, dass die leckeren Dinger unerreichbar bleiben würden.

Jetzt veränderten die Wissenschaftler den Aufbau des Experiments und tauschten einen der Affen aus. Der neue Affe versuchte sofort an die Bananen zu gelangen. Was ihm schlecht bekam, denn er wurde sofort von den anderen Affen angegriffen und verprügelt. Das neue Gruppenmitglied versuchte es noch einige weitere Male; immer mit dem selben Ergebnis. Schließlich beendete er seine Versuche an die Bananen zu gelangen. Den Grund für die Prügel kannte er jedoch nicht.

Nun wurde ein weiterer der ursprünglichen Affen ausgetauscht. Dem Neuen erging es ähnlich seinem Vorgänger und er wurde mehrmals verprügelt. Sein Vorgänger prügelte übrigens fleißig mit obwohl er eigentlich nicht wusste warum er dies tat.

Im Zuge des Experimentes tauschte man dann alle Affen nach und nach aus mit; immer dem selben Ergebnis. Alle Neuankömmlinge wurden verprügelt und die jeweiligen Vorgänger prügelten mit.

Am Ende befanden sich fünf Affen in dem Käfig, die niemals mit kaltem Wasser bespritzt wurden. Nichts desto trotz unternahm keiner von ihnen den Versuch an die Bananen zu gelangen.

Affen

Nun können Affen ja nun mal nicht reden. Doch wenn sie es könnten, hätte sie die Frage, warum sie jeden verprügeln, der versuchen würde an die Bananen gelangen, sicherlich wie folgt beantwortet …

“Keine Ahnung! Das macht man hier eben so!”

So weit so gut. Ich glaube nicht, dass es dieses Experiment jemals gegeben hat. Dennoch zeigt es sehr schön, wie oft wir im Leben Dinge einfach hinnehmen, anstatt sie zu hinterfragen.

Genau so verhält es sich mit den Spielregeln im Projekt. Ab einem bestimmten Punkt werden Regeln nicht mehr hinterfragt. Egal wie gut sie zur aktuellen Situation passen oder nicht.

Wenn wir heute der Meinung sind, dass agile Methoden für Projekte sinnvoll sind, dann gilt dies insbesondere für die Projektspielregeln. Sind diese festgefahren und werden nicht mehr hinterfragt, kann man sich alle anderen agilen Methoden getrost schenken.

Aus meiner Sicht ist es unerlässlich, sich jederzeit der bestehenden Regeln bewußt zu sein und sie regelmäßig zu hinterfragen. Nur so bin ich in der Lage ein kooperatives Umfeld zu schaffen, in dem ich dann mit agilen Methoden weiterarbeiten kann.

Zuletzt noch einmal die Moral von der Geschichte:

Regeln können und müssen jederzeit hinterfragt werden. Wer das nicht tut und stattdessen dumme Antworten sang und klanglos akzeptiert, ist selber schuld und wird nie an die Bananen gelangen.



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