Schlankheitswahn wird gemeinhein als eine negative Erscheinung unserer Zeit empfunden, von ihr betroffene leiden oftmals unter nicht ganz korrekter Selbstwahrnehmung.
Auch Steve Jobs kann mit seinem neuem Vorzeige Laptop, dem kürzlich vorgestellen "dünnsten Notebook der Welt" MacBook Air, eine nicht ganz der Wahrheit entsprechende Darstellung der Fakten bescheinigt werden. So stellte Sharp schon im Jahre 2001 auf der IFA das nur 1,66 cm hohe Muramasa vor, welches das Air mit seinen 1,94 cm neben dem kleinen Japaner wie einen übergewichtigen Ami aussehen lässt. 20 Gigabyte Festplatte, Gehäuse mit Aluminumlegierung, auch das gabs vor 7 (in Worten: sieben) Jahren schon bei Sharp.
Stellt man im Bekanntenkreis die Frage wer denn den "Kleinsten und Dünnsten" hat, wird sicher kaum jemand laut "hier, hier" schreien. Anders im Kreis der Laptop Hersteller. Auch diverse andere Hersteller beteiligten sich schon am Wettbewerb: HP mit dem Sojourn, Mitsubishi mit dem Pedion oder Sony mit dem Vaio VGN-X505VP, sie alle haben nach eigener Aussage schon den "dünnsten Laptop der Welt" entwickelt.
Eindeutig lässt sich der Flachste wohl trotz AirBook nicht bestimmen, bleibt nur zu hoffen dass besagter Schlankheitswahn nicht doch noch im eigenen Freundeskreis ankommt. Denn wer will schon bei der Frage: "Wer hat denn die Flachste" laut "hier, hier" schreien müssen...
Quelle: Spiegel online



